Seemannslieder im Burgmannshof
Festival der Shantychöre in Haselünne
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khw Haselünne. Eine eindrucksvolle Kulisse bot der Westerholtsche Burgmannshof in Haselünne beim Tag der Shanty-Chöre Bei schönem Frühsommerwetter hatten sich zahlreichen Zuhörer eingefunden, um bei Fischbrötchen und anderen maritimen Snacks den Sängern zuzuhören. Shantys sind die althergebrachten Lieder der Matrosen. Der Begriff ist abgeleitet vom französischen „chanter“ (singen). Shantys wurden beim Lichten des Ankers, beim Setzen der Segel oder bei Wechseln der Mannschaften gesungen. Nach Begrüßung der Gäste durch die stellvertretende Bürgermeisterin Anne-Rose Lübken und Hubert Kraatz, dem Vorsitzenden des Haselünner Shanty-Chors, gab es gleich zu Beginn ein Jubiläum zu feiern: Seit nunmehr 25 Jahren besteht eine Partnerschaft mit dem niederländischen Zeemanskoor Kop van´t Ende aus Elburg. Die Elburger Chor pflegt die Shanty-Tradition in unterschiedlichen Sprachen und mit immer wieder neuen Songs. Auch die viel beschäftigten Sänger des „Eemslander Shantys aus dem nahen Klazienaveen“ waren in diesem Jahr wieder mit dabei. Benny Walstra, der Vorsitzende des Chores unterstrich bei seiner Begrüßung das gute Verhältnis seiner Sänger zu den Haselünnern. Zum ersten Mal nahm der Chor „De Törfmuttjes“ aus Moormerland (Landkreis Leer) teil. Der Chor zählt rund 40 Mitglieder und besteht seit fast 20 Jahren. Aus Verbundenheit zur Heimat benannte er sich nach den Törfmuttjes, flachgehende Küstensegelboote, mit den Fehnschiffer früher den in den Mooren abgebauten Torf über die Fehnkanäle transportierten. Viele Mitglieder des Chores sind früher selbst zur See gefahren. Im Wechsel traten die vier Chöre auf die Bühne und begeisterten die Zuhörer mit einem breiten Spektrum an Lieder. Bekannte Songs wie „Sieben weiße Segel“, „Unter fremden Sternen“ und „Sailing Home“ , „Auf Jamaika“, fanden begeisterte Zustimmung beim Publikum. Aus ihrem umfangreichen Repertoire boten die Sänger aus Klazienaveen, begleitet von Schlagzeug, Gitarre und Akkordeon Songs aus aller Herren Länder. „Fährmann hol über“, „Das weiße Schiff verlässt den Hafen“, „Slavenkoor“ und „Sieben weiße Segel“ waren vielen bekannt. Das Mitsingen und Schunkeln und Mitklatschen fiel den Gästen so nicht schwer. Die Veranstaltung endete mit einem stimmgewaltigen gemeinsamen Singen aller Chöre, gefolgt vom langen Applaus des Publikums.